Warum PLA auf Pflanzenbasis
Wenn man Objekte verkauft, die Menschen in die Hand nehmen, ist die Materialfrage nicht akademisch. Was zwischen den Fingern liegt, wird warm, es wird beansprucht, und irgendwann wird es entsorgt. Deshalb haben wir uns früh die Frage gestellt: welches Material können wir mit gutem Gewissen drucken?
Drei Kandidaten
Im 3D-Druck sind für funktionale Objekte vor allem drei Kunststoffe relevant: ABS, PETG und PLA. ABS ist robust, stinkt beim Druck, ist erdölbasiert und giftiger im Haushalt, als man gern annimmt. PETG ist zäh, gut für mechanisch beanspruchte Teile, ebenfalls erdölbasiert. PLA schließlich ist starr, lässt sich sauber drucken, riecht neutral — und kann auf nachwachsender Basis hergestellt werden.
PLA ist nicht perfekt. Aber es ist die ehrlichste Wahl, die wir heute haben.
Was "auf Pflanzenbasis" heißt
Unser PLA wird zu 100 % aus Zucker gewonnen — aus Zuckerrohr und Zuckerrüben. Daraus wird Milchsäure fermentiert, daraus das Polymer. Das bedeutet nicht, dass das Objekt im Garten kompostiert. Dafür braucht es industrielle Verhältnisse, die im heimischen Kompost nicht herrschen. Es bedeutet aber, dass der Rohstoff nachwachsend ist und dass das Material am Ende seines Lebens sauber zurück in den Kreislauf kann — über die Biofraktion des Recyclinghofs oder über uns.
Warum nicht "besser" klingen
Wir könnten hier "biologisch abbaubar" in große Lettern schreiben. Wir tun es nicht, weil es ohne Kontext eine Halbwahrheit ist. Stattdessen sagen wir: PLA auf Pflanzenbasis ist die beste Wahl, die wir für Objekte in der Hand heute sehen — und wir bleiben dabei, sie zu hinterfragen, sobald eine bessere kommt.